Berlin - In der Chausseestraße prallen Wedding und Mitte genau so aufeinander, wie man sich das vorstellt: ziemlich hart. Doch es ging hier auch schon rauer zu, denn an der ehemaligen Grenze fielen 1989 noch Schüsse. Zwei Männer gelangten dennoch unversehrt in den Westen, weil der Schießbefehl bereits abgemildert war. Nach dem Ende der DDR wurde der Mauerstreifen mit dem gewaltigen BND-Komplex und vielen beigefarbenen Apartments bebaut. Weiter runter, vor dem Titanic-Hotel der Familie Aygün, brummen indes die Ferraris. Hier hat ganz klar der Wedding das Sagen. Wenn man sich auf die Lauer legt, sieht man manchmal auch einen McLaren aus der Tiefgarage kommen. Noch weiter Richtung Mitte lassen dann die Autos etwas nach, aber die Häuser werden besser. Diese überkandidelten Wohnburgen gehörten berühmten deutschen Industriellen wie August Borsig, die hier Mitte des 19. Jahrhunderts rund um die Chausseestraße Eisengießereien und Geschäftshäuser errichteten. Damals hieß die Gegend deswegen Feuerland.

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