Berlin - Ingeborg hält die Augen halb geschlossen, ihr Mund steht leicht offen, während ihr René Menzel Shampoo in die Haare massiert. Es sieht aus, als würde sie die Behandlung genießen. Aber Ingeborg ist seit fünf Tagen tot und liegt auf einem Metalltisch in einem weiß gefliesten Raum. Sie heißt auch nicht Ingeborg, aus Rücksicht gegenüber ihren Angehörigen möchten wir ihren richtigen Namen nicht nennen. Menzel, ein hochgewachsener Mann in Anzug, wirkt ruhig. „Halt mal still“, sagt er sanft, als Ingeborgs Kopf zur Seite rollt. Er spült den Schaum aus, kämmt die schulterlangen grau-roten Haare und fängt an, sie zu föhnen.

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