Wer lang schon wissen wollte, wie unser Supermarkt-Gemüse hergestellt wird, schaue sich „Agrilogistics“ an. In 20 Minuten wird hier die Verwandlung vom Keimling zur Regalware nacherzählt – als durchweg rechnerbasierter Prozess, bei dem die armen Pflanzen keinen einzigen Sonnenstrahl abbekommen. Auch Menschen treten kaum noch auf. Aber dafür Tiere! Zuletzt ergreifen Lamas, Ziegen und Rinder Besitz von der aseptischen Atmosphäre, setzen das natürliche Chaos wieder in sein Recht. „Agrilogistics“ steht für eine wichtige Haltung des gegenwärtigen Filmemachens. Sie ist präzise, hintergründig und überraschend, überschreitet Genre- und Formatgrenzen. Sie findet sich in vielen Beiträgen der diesjährigen Auswahl. Mit 25 Filmen aus 20 Ländern bieten die „Shorts“ eine aufregende, oft mit unerwarteten Richtungswechseln aufwartende Weltreise. Wie es auf den ersten Blick scheint, bleibt es nie.

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