Berlin - Es gibt da diese schöne Geschichte: Die 2013 verstorbene, ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher soll vor ihrer politischen Karriere an der Erfindung des Softeises – oder Soft Serve, wie es im Englischen heißt – beteiligt gewesen sein. Kurz nach ihrem 1947 erfolgten Abschluss im Fach Chemie an der Universität von Oxford habe die damalige Margaret Roberts beim britischen Nahrungsmittelkonzern J. Lyons & Company gearbeitet und eine Methode mitentwickelt, Speiseeis mit Luft zu versetzen. Leider ist die Geschichte eine Mär. „Es waren nicht Thatchers Anhänger, die den Softeis-Mythos verbreiteten“, schrieb der New Yorker anlässlich des Todes der Politikerin, „es waren die Linken, die darin eine passende Metapher für ihre Politik sahen.“ Was für eine herrliche Vorstellung: Die eiserne Lady hat uns softes Eis geschenkt, indem sie es mit nichts weiter als Luft anreicherte, auf diese Weise seine Qualität senkte und damit die erzielten Gewinne steigerte.

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