Berlin - Schönheitsideale überdauern nicht unverändert die Jahrhunderte. Sie wandeln sich mit der Zeit. Zu Zeiten von Peter Paul Rubens oder Rembrandt galten „dicke“ Frauen als sexy. Und im ausgehenden 19. Jahrhundert standen dicke Männer für Reichtum und Stand – die stolzen Besitzer trugen ihre Bäuche wie Juwelen vor sich her. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Reiche Leute sind heute durchtrainiert und schlank. Arme Leute statistisch gesehen öfter übergewichtig. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes können die Folge sein. Übergewichtig – gar fett – zu sein gilt nicht nur als unschön, sondern auch als gesundheitsschädlich.

Doch das Bild sei undifferenziert, sagt Alexander Bartelt. Er ist 38 Jahre alt und Professor für kardiovaskulären Stoffwechsel an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er erforscht die Grundlagen von Fettleibigkeit, Diabetes und Gefäßerkrankungen. Sein Buch „Der Fettversteher“ ist in diesem Jahr im Ullstein Verlag erschienen. Darin räumt er auf mit vielen Klischees: Ein bisschen Fett auf den Hüften schade nicht, ganz im Gegenteil.

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