Berlin - Das Gebäude, wo Office Impart liegt, ist aus wuchtig-industriellem Backstein und Stahl, die Kunst im Innern  wirkt zerbrechlich und neu. Wenn man durch die meterhohe Glasfront hindurchgeht, von der bläuliche Farbe abblättert und wo charmante Roststellen hervortreten, dann wirkt der Kontrast, der sich hier zwischen innen und außen auftut, wie eine schnappschussartige Momentaufnahme, die jene Erkenntnis spiegelt, die derzeit fast alle Lebensbereiche durchdringt: Dass wir im Begriff sind, uns von einer – im Rückblick betrachtet – leichten Vergangenheit zu verabschieden und in eine sehr viel komplexere Zukunft überzugehen.

Der Raum, der seit Februar 2019 vom Galeristinnen-Duo Anne Schwanz und Johanna Neuschäffer betrieben wird, liegt im Waldenser Hof in Moabit – ein bisschen versteckt, zwischen JVA und Arminiusmarkthalle. Anders als in der Kreuzberger Markthalle Neun findet man dort aber keine aufgetakelten Hipsterläden. Zwar sprießen auch entlang der Waldenserstraße inzwischen vereinzelt Edelcafés und Galerien aus dem Boden. Aber das Alteingesessene, Kantig-Robuste dieser Gegend ist doch spürbarer als in Kreuzberg.

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