Berlin - 9.500.000.000.000. Neun-Komma-fünf Billionen Dollar. Die aktuelle Marktkapitalisierung der sechs größten Börsenfirmen der westlichen Welt; die gesamtwirtschaftliche Leistung von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien im Jahr 2020: Das ist der Gegenwert des Vermögens, das die amerikanische Firma Blackrock ausweislich des in der vergangenen Woche vorgelegten Quartalsberichts für Kunden aus aller Welt verwaltet – in gewöhnlichen Aktien- und Anleihenfonds, Spezialfonds etwa für Pensionskassen sowie immer mehr in börsengehandelten Indexfonds (ETFs), mit denen auch Millionen deutsche Vorsorgesparer zu günstigen Konditionen an den Kapitalmärkten teilhaben.

Eine gewaltige Summe, die das 1988 gegründete Unternehmen in den Augen vieler Kritiker zur Spinne im Netz der globalen Geldströme macht. Denn Blackrock investiert zwar nur das Geld anderer Leute, kann den daraus resultierenden Einfluss aber nach eigenem Gutdünken ausüben. Und mit Stimmanteilen von über 5 Prozent, wie Blackrock sie etwa bei BASF oder Daimler hält, lässt sich durchaus Druck machen – was nicht unbedingt negativ sein muss, vor allem seit der Blackrock-Chef Larry Fink Nachhaltigkeit als Investmentstandard entdeckt hat und wegen der Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaftswachstum und Wohlstand eine „fundamentale Umgestaltung der Finanzwelt“ fordert.

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