Berlin/Wesel - Mit wachsendem Unmut hatte Frau Direktor Hanebeck die suspekten Elemente beobachtet, die sich auf dem Schulhof herumdrückten und die Schüler behelligten. Schon von Weitem hatte die energische Chefin der „Gesamtschule Am Lauerhass“ im nordrhein-westfälischen Wesel die ultrarechte Gesinnung dieser Leute erkannt, denn sie hatten Springerstiefel und Bomberjacken an. Sie handelte prompt und ordnete ein Trageverbot beider Kleidungsstücke auf dem Schulgelände an. Diese unkonventionelle Verordnung löste damals, im Jahr 2001, eine deutschlandweite Debatte aus. Es gab viele Befürworter, auch die damalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann fand das gut. Man fragte sich, kann von Kleidung Gefahr ausgehen? Hat zum Beispiel die Bomberjacke eine politische Bedeutung? Alle Modeinteressierten wissen: Ja, Kleidung kann überaus politisch sein und generell alles, was man trägt, steht für irgendetwas. Wirklich alles, ihr lieben deutschen, praktischen Menschen.

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