Berlin -  Kürzlich machte mein Herz einen Hüpfer bei der Aussicht, gleich im Supermarkt ein paar Runden zu drehen. Hätte mir jemand vor ein paar Monaten gesagt, dass der Supermarkt mein begehrtes Wochenend-Ausflugsziel würde, ich hätte laut gelacht. Supermärkte waren für mich, wie für die meisten, immer ein notwendiges Übel. Viel lieber kaufe ich im Vorbeigehen beim Fleischer ein Huhn, beim Gemüsehändler am Stand oder gleich auf dem Markt ein. Wer jedoch eine Familie zu versorgen hat, endet zwangsläufig irgendwann beim Wochenend-Einkauf im Großformat, um den Grundstock für die Woche zu schaffen.

Allerdings ertappe ich mich seit Corona tatsächlich dabei, dass ich mich samstags länger als nötig etwa bei Real aufhalte, weil es da auch Lockenwickler, Strumpfhosen und Spiele zu kaufen gibt. Alles Dinge, die ich weder brauche noch je in den Einkaufswagen legen werde, aber die ich mir wenigstens anschauen kann. Schien im ersten Lockdown der Konsumverzicht noch wohltuend, fällt er mir immer schwerer. Ich bekenne: Gerne würde ich mal wieder richtig shoppen – und zwar ohne Registrieren und Zeitbeschränkung. Vor allem aber will ich wieder verreisen.

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