Berlin - Offenbar gibt es einen Markt für Penispullover. Nicht einfach nur für Pullis, die statt dem obligatorischen Zopfmuster einen eingestrickten Phallus zeigen, wohlgemerkt. Das Internet ist voll von Angeboten wollener Überzieher, die man ein Stückchen weiter unten trägt. „The Willy Warmer“ bietet eine Firma an, „A Heater for Your Peter“, reimt eine andere. „Das finde ich total interessant“, ruft Claudia Skoda aus. „Auf Recherchen zum Thema Wollfetisch habe ich herausgefunden, dass es zum Beispiel eine Gruppe Omis in Schleswig-Holstein gibt, die solche Penispullover stricken.“

Skoda selbst hat die erotische Anziehungskraft, die weiche Tierhaare auf manche Menschen haben, zum „Woolfetish Eveningdress“ inspiriert, einer Mohair-Robe mit gestrickten Bondage-Elementen, die sich zum Saum hin in eine „Golden Shower“ aus leuchtend gelber Wolle ergießt. Und es ist kein Zufall, dass die Modedesignerin im Interview über diesen Entwurf sprechen will. Er stammt aus dem Jahr 2019, eine von Skodas jüngeren Arbeiten, die nun im Kulturforum zu sehen sind. „Claudia Skoda – Dressed to Thrill“ heißt die erste große Einzelausstellung ihrer Werke.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.