Berlin - Am Anfang war das Chaos. Zu Beginn der Corona-Pandemie sollten Gäste in Restaurants und Kneipen ihre Kontaktdaten bei ihrem Wirt hinterlassen. Dabei hatte jeder Wirt aber sein eigenes System. Schnell begannen Gäste damit, teils aus Trotz, teils aus Bequemlichkeit, ihre Meldeanschrift nach Entenhausen zu verlegen und sich unter Fantasienamen einzutragen.

Die Folge: Eine Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter wurde praktisch unmöglich. Ende letzten Jahres ließ sich in Berlin bei 94 Prozent der Corona-Infektionen die Infektionsquelle nicht nachvollziehen, wie eine Anfrage des Fernsehsenders RBB ergab. Die Luca-App sollte die bisherige Zettelwirtschaft überflüssig  machen. Sie wurde von der Firma Nexenio entwickelt und prominent vom Musiker Smudo beworben.

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