Berlin - „Die Prognosen sind superdüster. Sie sind richtig düster.“ Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, beschönigte am Mittwochabend in einer gemeinsamen Online-Diskussion mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nichts. Seine „Brandrede“ über die aktuelle Pandemielage schlug besonders in den sozialen Medien hohe Wellen, nicht nur, weil Wieler bisher eher als besonnener Mahner galt. Die Prognosen, die sein Institut mit Blick auf niedrige Impfquoten bereits im Sommer machte, sie scheinen jetzt alle wahr zu werden. Bundesweite Inzidenz von 340, weniger als 79 Prozent der Erwachsenen sind vollständig geimpft. Im Schnitt infizieren sich mehr als 50.000 Menschen täglich neu, bei einer Mortalitätsrate von 0,8 Prozent sterben statistisch gesehen etwa 400 dieser täglich Erkrankten. „Daran gibt es nichts mehr zu ändern“, sagte Wieler am Mittwoch.

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