Berlin - Ist Eis essen politisch? Auf den ersten Blick, würde man denken, eher nicht. Für Israel und Palästina jedoch war diese Woche eine der sprichwörtlichen Ice-Cream-Politics: Ben & Jerry’s – jener Eislieferant, dessen Namensgeber Jerry Greenfield und Ben Cohen dafür bekannt sind, zu brisanten Themen Position zu beziehen – gab Anfang der Woche bekannt, dass er den Verkauf seiner Produkte in den von Israel besetzten Gebieten in der Westbank einstellen wird. Die Firma stürzte sich damit in eine, in Deutschland besonders umstrittene Debatte, nämlich wie ein kritischer Umgang mit israelischer Siedlungspolitik aussehen könnte oder sollte.

Dass man im Café Pilz – einem von Israelis betriebenen Brunch- und Dinner-Lokal für „levantinische Küche“ – handgemachte Eiscreme bestellen kann, die einem ähnlich dem altbewährten Ben-&-Jerry's-Rezept erst die Geschmacksnerven zusammenzieht und dann nachgerade explodieren lässt, hat mit diesem jüngsten Politikum zwar nichts zu tun, wirkt aber dennoch wie ein ironischer Kommentar auf diese Woche.

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