Paris - Nach 18 Monaten und etlichen digitalen Modenschauen gab es bei der Pariser Haute Couture endlich wieder physische Shows zu erleben. Ganze sieben an der Zahl, darunter ein paar echte Highlights. So kehrte Jean Paul Gaultier mit einer Designer-Kollaboration auf den Laufsteg zurück. Und noch eine Sensation gab es: Enfant terrible Demna Gvasalia zeigte seine allererste Couture-Kollektion. 53 Jahre nach dem Tod von Cristóbal Balenciaga kehrte das einst von dem Spanier gegründete legendäre Luxuslabel damit zur hohen Schneiderkunst zurück.

Dass jemand wie Gvasalia, der vor wenigen Jahren mit seinem Underground-Label Vetements den „ugly look“ salonfähig machte, sich nun ausgerechnet für Haute Couture interessiert, ist keine unerhebliche Angelegenheit. Seit vielen Jahren wird das Business dieser sündhaft teuren Einzelstücke, für die es weltweit nur wenige hundert Kundinnen gibt, für obsolet erklärt. Trotzdem erlebte die Haute Couture in den letzten paar Jahren ein echtes Comeback. Selbst die junge Generation, darunter das 24-jährige Wunderkind Charles de Vilmorin, wendet sich wieder der traditionellen Einzelanfertigung zu. 

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