Berlin - Koreanisches Essen liegt in Berlin derzeit im Trend: Mehr als 80 koreanische Restaurants haben inzwischen aufgemacht, allein 16 in Prenzlauer Berg. 1989 öffnete das Seoul Kwan in Wilmersdorf und ist bis heute eine sichere Wahl für alle, die authentische Küche aus dem ostasiatischen Land probieren wollen. Wenn sie Glück haben, läuft sogar im Hintergrund auf einem Bildschirm eine südkoreanische Seifenoper. Und kommende Woche öffnet ein neuer Korean-Street-Food-Laden auf der Kastanienallee, den wir allerdings erst noch testen müssen.

Was aber seit ungefähr drei Jahren am Kollwitzplatz passiert, muss leider in die Kategorie Trittbrettfahrer fallen. Das „Feel Seoul Good“ ist ein Asian-Fusion-Restaurant, das auf der koreanischen Welle mitschwimmen will, aber mit Blei an den Füßen. In Wirklichkeit versteht niemand im Restaurant auch nur ein Wort Koreanisch oder weiß, wie man so kocht. Ein Zeichen dafür ist, dass nie, wirklich nie, Koreaner im Restaurant sitzen. Wenn, dann würden sie auf das Schild hinweisen, das im Innenraum auf der Kasse liegt: Dort steht auf Koreanisch „Guten Appetit“. Aber weil das letzte Zeichen fehlt, liest es sich eben eher wie ein abgebrochenes „Guten Appe...“.

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