Berlin - Was passiert an diesem Wochenende sportlich in Berlin? Die Redaktion der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung hat alle wichtigen Ereignisse zusammengetragen.

Klassenerhalt von Hertha BSC

Hertha BSC kann am Sonnabend frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Oder sich zumindest in eine sehr stabile Ausgangsposition bringen, weil es schließlich nur noch zwei Spiele sind, die die Bundesligisten zu absolvieren haben. Dennoch gebührt den Kickern der Alten Dame zumindest Respekt, wie sie die gravierende, quarantänebedingte Störung im Betriebsablauf verdaut haben. Seit der zweiwöchigen Unterbrechung verlor das Team von Trainer Pal Dardai kein einziges Spiel mehr, sicherte sich im Abstiegskampf acht Punkte aus vier Partien - also beinahe ein Viertel aller Punkte, die die Herthaner in dieser Saison gesammelt haben. Ein Heimsieg gegen den 1. FC Köln könnte nun die Rettung einer weiteren, schweißtreibenden Saison besiegeln, auch wenn Trainer Dardai den Druck nicht vollends auf das eine Spiel verteilen will: „Wir haben zwei Matchbälle.“

Berliner Verlag
Die Wochenendausgabe

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.

Diese Woche im Blatt: 
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Aufstiegshoffnung für die Ostklubs

Keine Matchbälle hat der F.C. Hansa Rostock. Zumindest noch nicht. Erstmals seit dem Abstieg 2012 könnte der einstige Bundesligist aus der Dritten Liga in die Zweite Bundesliga aufsteigen. Voraussetzung: Hansa gewinnt das Duell gegen die SpVgg Unterhaching am Sonnabend und 1860 München (gegen den FC Bayern II) und der FC Ingolstadt (beim MSV Duisburg) gewinnen ihre Spiele nicht. Für die Hanseaten ist von Rang eins bis Rang vier, der nicht zum Aufstieg berechtigen würde, noch alles möglich. Leichter hat es Dynamo Dresden. Der letztjährige Absteiger müsste sich in den verbleibenden zwei Spielen gegen Wiesbaden und Türkgücü München schon arg dumm anstellen, um als Tabellenführer den beinahe sicheren Aufstieg noch zu versemmeln. Der Idealfall: Hansa und Dynamo sichern gemeinsam am Wochenende den Sprung in die höhere Klasse. Dann tobt der Fußball-Osten.

Pokalverteidigung von Alba Berlin

Mit weitaus weniger Eventualitäten hat es indes Alba Berlin im Pokal-Top-4 zu tun. Zwei Siege reichen für den erneuten Pokalsieg. Der amtierende Champion startet seine Mission Titelverteidigung dabei etwas verspätet. Ursprünglich sollte das Turnier, bei dem an einem Wochenende beide Halbfinals und das Finale ausgespielt werden, schon im April stattfinden. Nun treffen die Albatrosse am Sonnabend zunächst auf die BG Göttingen, deren Corona-Fälle im April überhaupt erst für die Verschiebung gesorgt haben. Die Göttinger sind das einzige Team im Halbfinale, das sich nicht für die Play-offs um die Meisterschaft qualifiziert hat und somit der klare Außenseiter. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt BG-Assistenztrainer Thomas Crab. Alba Berlin ist diese Unbekümmertheit indes relativ egal. Sie wollen gewinnen.

Corona am Mount Everest

Ganz andere Probleme hat derzeit Nepal. Jeder zweite Corona-Test fällt dort positiv aus, am vergangenen Montag registrierte das kleine Land im Himalaya über 9000 Neuansteckungen, Tendenz steigend. Was rund 2000 Bergsteiger und Sherpas nicht davon abhält, den legendären Mount Everest zu besteigen. Jeder von ihnen benötigt für den Aufstieg etwa vier bis fünf Sauerstoffflaschen, die wiederum dringend in den Krankenhäusern in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu benötigt werden. Ende April gab es zudem den ersten Coronafall im Basislager. Das hat nun China dazu animiert, eine nicht näher definierte „Corona-Schutzlinie“ zu planen, damit Steiger von der Nord- und der Südroute keinen Kontakt zueinander haben. Zusammenfassend lässt sich sagen: Sparen Sie sich den Mount-Everest-Aufstieg fürs Erste. Bitte.

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.