Mit einem Gürtel hat ein 19-Jähriger einen Obdachlosen geschlagen. Er hatte sich am Sonnabend in Kaulsdorf vor einem Supermarkt mit dem 53-Jährigen gestritten. Polizisten, die erschienen, wurden von dem 19-Jährigen bedroht, weshalb er Handschellen bekam. Als er seiner Notdurft in einer Grünanlage nachgehen durfte, urinierte er einem Beamten ans Bein. Er hatte über zwei Promille intus.

Am Dienstag ging eine 71-Jährige auf Polizisten los. Ihr Auto, das auf einem Radweg parkte, hatte in der Kantstraße die Aufmerksamkeit der Beamten geweckt. Als sie die Frau ansprachen, stieg sie ein, startete und legte den Rückwärtsgang ein. Beim Versuch, die Frau an der Wegfahrt zu hindern, leistete sie laut Polizei erheblichen Widerstand und schlug mehrfach mit der Faust gegen den Arm eines Beamten. Jetzt zogen sie die Frau aus dem Wagen, der rückwärts auf die Straße rollte und gegen ein Auto stieß. Als sich die Seniorin auch auf den Gehweg wehrte, wurden ihr Handfesseln angelegt.

Dass Polizisten nicht immer Spaß verstehen, merkte ein 32-Jähriger am BER. Als er bei der Sicherheitskontrolle am Mittwoch abgetastet wurde, sagte er, er habe Sprengstoff im Gürtel. Bundespolizisten durchsuchten den Witzbold und dessen Gepäck und fanden nichts. Polizei ermittelt gegen ihn wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Vom Flug nach Pristina im Kosovo wurde er ausgeschlossen.

Immer wieder gelingt es Betrügern, alten Menschen Geld und Wertsachen abzunehmen. In Tegel erhielt am Mittwoch eine 75-Jährige einen Anruf von einer angeblichen Staatsanwältin, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und im Gefängnis säße. Nur durch eine Kaution komme sie frei. Die Frau ging zur Bank, um die Geldbürgschaft zu übernehmen. Ein Mitarbeiter rief die Polizei, da ihm die hohe Summe fragwürdig erschien. Nach der Abhebung begleiteten Zivilfahnder verdeckt die Seniorin, die die fünfstellige Summe einer 40-jährigen Frau übergab. Die Betrügerin wurde festgenommen.

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