Mit Stahlmurmeln hat ein Mann immer wieder auf Fenster und Türen eines Wohnhauses in Reinickendorf geschossen. Weil das seit September so ging, gründete die Polizei die Ermittlungsgruppe „Stahl“. Am Montag nun konnte die Polizei melden, dass ein 46-Jähriger ermittelt ist. In seiner Wohnung im selben Haus fanden die Beamten seine Schleuder und Stahlkugeln. Ihm werden mehrere versuchte Körperverletzungen und 30 Sachbeschädigungen mit einem Gesamtschaden von etwa 8000 Euro zur Last gelegt. Als Motiv gab der Mann Langeweile an.

Am Dienstagmorgen fielen SEK-Beamte bei fünf Männern mit der Tür ins Haus. In den Wohnungen in Schöneberg, Kreuzberg, Neukölln und Gesundbrunnen vollstreckten sie Haftbefehle gegen Mitglieder eines arabischen Clans. Sie hatten in der Potsdamer Straße einen 32-Jährigen gezwungen, ihnen in eine Wohnung zu folgen. Dort schlugen sie ihn, bedrohten ihn mit Messern und forderten eine fünfstellige Geldsumme. Als sie von ihm das Geld bekommen hatten, ließen sie ihn laufen. Bei der Erpressung ging es angeblich um ein verpatztes Drogengeschäft.

Am selben Tag war sich in Spandau der Mieter einer Erdgeschosswohnung mit drei Handwerkern uneinig. Als sie von ihrer Pause zurückkamen, sagten sie dem volltrunkenen 29-Jährigen, der im Schlafzimmer lag, dass sie jetzt gern weitermachen würden. Der Mann zog eine Schreckschusspistole und gab mehrere Schüsse auf einen 63-jährigen Handwerker ab. Er und seine beiden Kollegen flüchteten. Polizisten nahmen den Mann fest. Der Handwerker erlitt ein Knalltrauma.

In Berlin haben vor allem Brandstifter ihre Freude. Am Mittwoch wurde im Märkischen Viertel ein Motorroller angezündet. Einige Häuser weiter brannte kurz darauf eine Motorradplane. Ein Mann konnte das Feuer mit Wasser löschen und verhindern, dass die Flammen auf weitere Motorräder übergreifen.

Am Morgen darauf brannten in der Baruther Straße in Kreuzberg drei Autos. Unweit davon stand dann auch noch ein Baustellenzaun in Flammen.

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