Berlin - Maqboul Sidiqi steht an der Boxhagener Straße in Friedrichshain an seinem Fahrrad und raucht eine Zigarette. Seine Augen sind glasig, sein Lächeln wirkt fast verschämt. Der gebürtige Afghane, der sich in der Flüchtlingshilfe in Treptow-Köpenick engagiert, ist seit 2011 in Deutschland. Seit zehn Jahren lebt er in einem Land, das ihm Schutz und Sicherheit gewährt. Doch die vergangenen Tage waren für Maqboul Sidiqi alles andere als ruhig. Sie waren von Panik und Angst geprägt. Die Ereignisse in Afghanistan lassen den 32-jährigen Mann nicht los. Ständig schaut er auf sein Handy und prüft, was in seinem Heimatland passiert. Er muss an seine Familie denken, die in Kabul lebt und seit Tagen das Haus nicht verlässt, seitdem Taliban-Kämpfer die Stadt erobert haben.

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