Berlin - Die Bar Zweiners liegt zwischen der U-Bahn-Station Boddinstraße und dem St. Jacobi Friedhof am Hermannplatz und ist die feinere Schwester der Heiners Bar in der Weserstraße (Ecke Wildenbruchstraße). Die Heiners Bar ist eine alte Bekannte des Berliner Nachtlebens. Sie war mal cool, aber ihre besten Tage hat sie mittlerweile schon hinter sich. Das liegt zum Teil an ihrer suboptimalen Lage, denn die Weserstraße ist schon vor Corona zum Berliner Pendant des Ballermanns verkommen. Ein weiterer Grund ist die Metamorphose des Heiners selber: Mit der Zeit hat sich die ehemalige In-Bar in eine stinknormale Kneipe verwandelt.

Wer das Heiners in seiner ursprünglichen Form liebte, wird sich im Zweiners wohlfühlen. Denn hier verbinden zwei große Fenster die Insassen mit der Außenwelt. Draußen Wettstudios, Obdachlose und Clanklientel. Drinnen Expats, verkleidete Start-up-CEOs und mittelmäßige Künstler. Möchtegern-„Große Welt“ trifft auf Provinz. Bei den derzeitigen Temperaturen sollten sie am besten draußen sitzen. Dann fühlen sie sich an eine Art urbanes Strandleben erinnert. Hier kann man stundenlang dem Treiben auf der Hermannstraße zusehen und entdeckt immer wieder etwas Neues. 

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