Hamburg - Der französische Nouvelle-Vague-Regisseur Jean-Luc Godard sagte einmal: „All you need for a movie is a girl and a gun.“ In diesem Sinne wäre die Geschichte, die dieser Text erzählt, sehr guter Filmstoff: Denn Madeline Lindhorst ist eine Frau, und sie hat eine sehr große Waffe. Und einen Schalldämpfer. Und extra schnell aufpilzende Munition. Und ein Messer. Der Film hieße dann vielleicht: „The Unexpected Hunter – auf Messers Schneide“, oder „Angepirscht – und plötzlich knallt es“. Und es ginge darum, wie eine junge Frau eine Männerdomäne aufwirbelt, sich hochkämpft, sich Platz verschafft unter Platzhirschen und Alphatieren, die ihr Revier nicht aufgeben wollen.

Eigentlich eine Geschichte, die gut läuft im Moment, die man gerne sehen, hören, lesen möchte. Die „Erste Frau in Branche XY“-Geschichte eben, die meistens nach einem ähnlichen Muster abläuft: Anfangs war es schwer, aber durch Förderer, Talent und Ehrgeiz hat es dann doch geklappt, sich den Respekt zu erwerben. Nur geht es hier nicht ums Kegeln oder um Politik oder einen Dax-Vorstand, sondern um das, was für die, die es tun, zum Leben gehört, und für die, die es verachten, einem Mord gleichkommt: die Jagd.

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