Frauenhass gehört im Patriarchat dazu wie das Salz in der Suppe. Eine Selbsterhaltungsmaßnahme, die das krankende System am Leben hält. Fortbestehen kann es eben nur, wenn es die Dynamiken bestehender Herrschaftsverhältnisse bestmöglich ausnutzt. Ohne Frauen in Ohnmacht keine Männer in Übermacht. Kämpfen Frauen dagegen an, bäumt sich das Patriarchat immer wieder auf.

Die Arte-Dokumentation #dreckshure versucht, das Ausmaß dieser geschlechtsspezifischen Gewalt zu zeigen und konzentriert sich dabei aufs Internet. Die Journalistinnen Florence Hainaut und Myriam Leroy sprechen in ihrem einstündigen Film mit Frauen, die der Öffentlichkeit in Deutschland und Frankreich bekannt sind: Renate Künast ist dabei, Natascha Kampusch, dazu die französische Autorin Pauline Harmange, die erst im Sommer vergangenen Jahres mit ihrem Buch „Ich hasse Männer“ allgemeinen Zorn auf sich zog. Alle eint, dass sie Erfahrungen mit Cybermobbing, Frauenhass im Internet, gemacht haben. Ungeschönt zeigt die Doku, welche Bedrohungen, persönlichen Anfeindungen, Gewaltfantasien die Frauen erleben, und wie sie ihren Alltag anpassen.

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