Berlin - Am Anfang steht das Ende. Ein Wintermorgen in Berlin, der Anruf kommt früh, so früh, dass er nichts Gutes verheißt. Christian Dittloff ist gerade wach geworden, neben ihm liegt C., seine Freundin, auf dem Display leuchtet die Hamburger Nummer seiner Eltern auf. „Hallo, mein Crischi“, hört Dittloff seine Mutter, ihre Stimme bricht, da weiß er schon, was sie gleich sagen wird: Sein Vater ist tot; ab jetzt ist nichts mehr, wie es war.

Bevor Dittloff nach Hamburg fährt, bevor er überhaupt begreifen kann, was passiert ist, geht er raus, nimmt den direkten Weg zum Tempelhofer Feld. Stummes Februarschlendern durch die Kälte, der Himmel ist grau, über seinem Kopf krächzen die Krähen. Dittloff ahnt da noch nicht, dass es noch schlimmer kommen wird. Als der Vater stirbt, ist auch die Mutter längst verlangsamt, eine kränkliche Frau, die kurz darauf ins Heim ziehen muss. Vier Monate später dann der zweite Anruf, diesmal mitten in der Nacht. „Jetzt war da das unerbitterliche Fürimmer, das Niemehr“, wird Dittloff einmal schreiben. Ein Tod allein ist schon zu viel. Wie soll man zwei verkraften?

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