Berlin - Es knallt, der Kochtopf hebt ab. Eins – zwei – drei – vier – fünf Sekunden dauert es, bis er wieder am Boden aufschlägt. Die Männer vom Sprengplatz Grunewald haben soeben demonstriert, was 1,1 Gramm des Sprengstoffs Nitropenta bewirken. Und man bekommt bei dieser Vorführung ein Gefühl dafür, welche Wucht alte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg entfalten kann.

Und was passieren kann, wenn man nach dem Fund einer alten Granate oder Patrone nicht die Polizei informiert. Die schickt für solche Fälle Spezialisten ihres Kampfmittelräumdienstes. 882 Einsätze hatten sie im vergangenen Jahr in Berlin. Sie vernichteten fast 34 Tonnen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg – von Pistolenpatronen bis zu 250-Kilo-Bomben. Der 76 Jahre zurückliegende Krieg wird die Deutschen, die ihn begonnen haben, noch über Jahrzehnte beschäftigen. Nach neuesten Schätzungen stecken noch 4600 nicht gezündete Fliegerbomben im Berliner Boden.

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