Berlin - Neukölln. Felix Lobrecht bewegt die perlmuttweiße Mercedes S-Klasse, Langversion, 400 PS über das Kopfsteinpflaster der Lenaustraße im Reuterkiez. Er schiebt das Schiff auf den Kottbusser Damm. Die Straße glänzt, gerade noch hat es geschneit, dann geregnet, jetzt brechen Lichtstrahlen durch die Wolken am März-Himmel. Er will sich einordnen, der Berliner Verkehr stockt. Eine Fahrschule zuckelt unsicher heran, winkt Lobrecht rein. Dankend hebt er den Arm. „Ist ja meistens scheiße, einer Fahrschule zu begegnen“, sagt er. Diesmal nicht. Er beschleunigt sanft, reiht sich ein Richtung Kottbusser Tor. „In Neukölln“, sagt Lobrecht, „lässt dich nie jemand rein. Auf keinen Fall. In Neukölln hat der Vorfahrt, der sie sich nimmt.“

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