Berlin - Enrico Ippolito kommt verspätet, bestellt direkt einen Kaffee. Der Journalist, der seit kurzem auch Schriftsteller ist, arbeitete noch bis halb sieben für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Zur selben Zeit waren wir in der Villa Neukölln verabredet. Er eilt in die Kneipe, die am frühen Abend noch etwas Rest-Caféatmosphäre versprüht; kurz nach halb ist er auch schon da. Zum Feierabend braucht er Koffein, die dunklen Augen hinter der runden Brille wirken müde. Wenn er über seinen Debütroman „Was rot war“ spricht, scheint er wieder hellwach zu sein. Es ist ein Rollenwechsel für den 38-Jährigen. Ippolito, sonst der Fragenstellende, muss jetzt als Schriftsteller selbst Fragen beantworten. Man wird ihm nur manchmal anmerken, dass er die Rolle des Journalisten besser kennt.

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