Berlin - Warmer Sommerregen perlt über das Kopfsteinpflaster, der Himmel leuchtet rot-orange und der Fußballrasen giftig-grün auf den Bildschirmen, die vor den Kneipen und Bars stehen. Die Abende in der deutschen Hauptstadt scheinen seltsam entrückt dieser Tage – und das, obwohl wir wieder gesellig sein dürfen. Irgendwas stimmt hier nicht. Vielleicht liegt’s am Wetter? Oder ist es eine irgendwie ungünstige kosmische Strahlung? Nun, beides wären gute Gründe, sich direkt nach Hause zu begeben. Jedoch nicht, ohne ein paar Freunde mitzunehmen, denn der Abend ist noch jung, und direkt ins Bett will man auch nicht.

Zu Hause angekommen ist das Entsetzen dann aber groß. Zwar steht eine beeindruckende Auswahl edler Spirituosen bereit, aber weder sind sie gekühlt, noch beherbergt der Kühlschrank einen einzigen Eiswürfel. Und bei der Vorstellung, die Gäste mit warmer Weißweinschorle oder einem lauen Aperol Spritz zu bewirten, kriecht sicher jedem die Panik den Nacken hoch. Einzige Alternative: den Rest des Abends mit Schnäpsen zu bestreiten, doch das ist nur mit Hartgesottenen zu meistern. Es hilft nix, einer muss nochmal los, im Späti Eiswürfel holen.

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