Neapel - An der Hauswand in Neapels Stadtteil Sanità ist von dem prächtigen Altar nur noch ein Schatten übrig, Tag und Nacht. Ein dunkelgrauer Fleck ist dort, wo bis vor kurzem eine Madonnenfigur die Arme ausbreitete, darunter Figuren von Menschen, die ihre Köpfe aus dem gemalten Fegefeuer reckten. Dieser Altar wurde unter Polizeischutz abgebaut, weil im Zentrum ein großes Foto von Ciro eingefügt war. Ciro war gerade 20 Jahre alt, als er vor nicht ganz zwei Jahren erschossen wurde. Eigentlich hätten die Kugeln seinen Onkel treffen sollen, denn der war eine Zeit lang Stellvertreter eines Camorrabosses im Viertel Sanità. So will es das Gerücht.

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