Berlin - In einer langen Einstellung gleitet ein Frachter über den Fluss, an dem eine junge Spaziergängerin ihren Hund ausführt. Bald beginnt er in der Erde zu scharren und entblößt damit einen menschlichen Schädel. Seine Besitzerin gräbt weiter und legt zwei eng nebeneinander gebettete, liebevoll zugeneigt wirkende Skelette frei.

Es ist der ungewöhnliche Auftakt eines ungewöhnlichen Westerns, der nach dieser, in der Gegenwart angesiedelten Szene einen Sprung zurück in die Pionierzeit vollzieht. Wofür sich die Indie-Filmemacherin Kelly Reichardt („Certain Women“) im Oregon County der 1820er Jahre interessiert, hat allerdings wenig mit den üblicherweise in diesem Genre reproduzierten Eroberungsmythen des Wilden Westens gemein.

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