Berlin - „Das war ein Leben, so wie ich es wollte“, spricht Karin, zurückblickend auf ein Familienfoto, das sie als junge Mutter mit Ehemann und zwei Kindern zeigt. Dann fügt sie relativierend hinzu: „Wie ich dachte: Das ist es.“ Kurz danach folgten die Scheidung und der Alltag als alleinerziehende Mutter. In nur sechs Minuten umreißt „35 Fotos“ den bisherigen Werdegang einer Frau aus Berlin-Marzahn. Die von Regisseurin Helke Misselwitz Porträtierte war zum Zeitpunkt der Aufnahmen 36 – und damit ebenso alt wie die DDR. Perspektiven waren keine in Sicht. Wenig später begann Misselwitz, ihren ersten abendfüllenden Dokumentarfilm zu drehen: „Winter adé“ kündete bei seiner Premiere im Herbst 1988 vernehmlich von den bevorstehenden Umwälzungen. Plötzlich kamen die Dinge in Fluss.

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