Berlin - Staatliche Willkür gegen aufmüpfige Jugendliche im sozialistischen Polen („Leave No Traces“ von Jan P. Matuszyński), der Kampf um den in einem tschechischen Krankenhaus im Koma liegenden Vater („Saving One Who Was Dead“ von Václav Kadrnka), die Suche einer Archäologin nach prähistorischen Spuren im postsowjetischen Murmansk („Abteil Nr. 6“ von Juho Kuosmanen) oder der verbissene Wunsch, in einer abgeschiedenen Region Ungarns autark existieren zu können („Spiral“ von Cecília Felméri) – durchweg Geschichten vom würdevollen Überleben; oder von den Versuchen dazu. Sie alle sind angesiedelt in den Regionen östlich oder südöstlich von Deutschland. Und sie zeigen einmal mehr, dass es jenseits des Films kein Medium gibt, das in der Lage wäre, Traumata und Hoffnungen derart intensiv zu vermitteln und miteinander ins Verhältnis zu setzen. Deshalb gehört das Cottbuser Filmfestival heute zu den wichtigsten kulturellen Drehscheiben Europas. Vor 31 Jahren von Enthusiasten aus der DDR-Filmklubszene gegründet, stand von Beginn an die transnationale Verständigung im Zentrum.

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