Berlin - Einem „kalten Kuss“ verdankt Olaf Höhn seine Passion: einem Eisbecher, den es in der Kieler Bucht an der Ostsee gab, wo er als Kind die Sommerurlaube verbrachte. Jeden Tag, wenn er mit seinen Eltern im Strandkorb saß, fieberte er dem köstlichen Vanilleeis mit Schokoüberzug entgegen, das der Strandverkäufer in einer mit Trockeneis gefüllten Holzkiste transportierte. Zu Hause servierte der Vater, gelernter Konditormeister, bisweilen Halbgefrorenes aus Sahne und Früchten oder Kakaopulver. Aber nichts ging über den „kalten Kuss“.

Als 15-Jähriger ging der Ur-Neuköllner, der in der Nähe des Hermannplatzes aufwuchs, mit seiner ersten Liebe Magdalena, genannt Maggi, am liebsten in die kleine italienische Eisdiele an der Hasenheide, zwei Häuser neben Karstadt. Das war Mitte der 60er-Jahre. Im Angebot waren die Klassiker Schoko, Vanille, Erdbeer und Nuss. Und dann gab es noch, für damalige Zeiten, exotische Sorten wie Stracciatella und Pistazie. Serviert wurden keine Kugeln. Das Eis wurde mit einem Holzspatel in die Becher gestrichen. Die Freundin zog ihn auf und sagte: Du wirst bestimmt später ein Eiscafé haben, so gerne, wie du Eis isst! Knapp 20 Jahre später war es so weit.

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