Berlin - Zugefrorene Flüsse, kleine Dörfer mit jahrhundertealten Holzhäusern, Fischer mit Pelzmütze und Wodkaflasche in der Manteltasche – unser Russlandbild strotz vor Klischees. Im Januar 1956, also vor 65 Jahren, kehrten die letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion in ihre Heimat zurück. Viele von ihnen waren nach dem Zweiten Weltkrieg in Lagern nördlich des Polarkreises oder in Sibirien interniert. Die Geschichten, die die deutschen Soldaten aus dem fernen Osten mitbrachten, haben unser Bild von Sibirien geprägt. Wohl kaum eine Region der Welt hat die Fantasie der Deutschen im vergangenen Jahrhundert so angeregt wie Sibirien. Inzwischen gibt es Dutzende Dokumentationen über die Region und manche Russen sagen sogar, wir Deutschen wüssten eigentlich viel besser Bescheid über den Osten ihres Landes als sie selbst.

Aber ist das haltbar? Ist die Realität deckungsgleich mit dem Klischee? Der Fotograf Jakob Schnetz, 29, der unter anderem für Der Spiegel, Die Zeit oder das Magazin der Süddeutschen Zeitung arbeitet, wollte genau das herausfinden. Er erkundete ein halbes Jahr lang den fernen Osten Russlands, lebte in der sibirischen Stadt Tomsk.

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