Im westukrainischen Lwiw, hierzulande auch noch als Lemberg bekannt, sind die Straßen, Cafés und Restaurants gefüllt. Viele Geflüchtete aus dem Norden, Osten und Süden des Landes suchen in der Metropole, die normalerweise etwa 800.000 Einwohner beherbergt, eine Unterkunft. Auch zwischen der Kathedrale des Dominikanerordens und dem alten Pulverturm der Stadt laufen Menschen auf und ab. Aus dem Pulverturm, der zu den Architekturdenkmälern der Altstadt zählt, tragen Studenten Kleiderbündel. So sehen die sackgroßen Gebilde zumindest auf den ersten Blick aus. Auf den zweiten erkennt man verschiedene Kleiderfetzen, die zu eine Art Tuch verwoben sind. Auf den dritten Blick, wenn man sieht, wie die jungen Leute eines der Bündel auf dem Boden ausbreiten, erkennt man, worum es sich hier am zehnten Tag seit Wladimir Putins großangelegten Invasionskrieg gegen die Ukraine handelt: metergroße Camouflage-Netze.

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