Berlin - Es fehlt! Die Reibungselektrizität, die für einen Sekundenbruchteil aufflackert, wenn bei einem Begrüßungskuss versehentlich die Lippen über die Wangen des Gegenübers huschen. Sektgetränkte Eröffnungen, die zwar der Kunst gelten, die Bedingungen ihrer Betrachtung aber eigentlich zunichte machen. Und es dennoch immer schafften, Gespräche, Blicke und Gefühlsregungen zu wecken, die uns anders über Kunst nachdenken lassen. Ja, inzwischen fehlt sogar dieser Moment von sozialer Unbeholfenheit, wenn wir plötzlich vor dem Werk einer Künstlerin stehen, deren Namen wir vorher noch nie gehört haben, während die Leute um uns herum so kennerisch nicken. Und wenn wir uns dann vielleicht sogar selbst beim Einstimmen in dieses künstliche Nicken ertappen.

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