Berlin - In der Kolumne „Nachtgesichter“ vom 31.5.2021 heißt es in dem Artikel „Unsere Neopuritaner“, dass ich auf einer Podiumsveranstaltung mit dem Titel „Für eine Welt ohne Prostitution“ am 25. Mai 2018 in Neukölln über die Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchens während des Balkankrieges durch Soldaten gesprochen habe. Es heißt dort:

„Sie verwendet dabei saftige Formulierungen wie ‚in alle Löcher penetriert‘ oder ‚kaputtgefickt‘.“

Weiter heißt es dort:

„Per Beamer werden Bilder gezeigt. Keine Belegfotos. Sondern Illustrationen ... : Bilder von halbnackten Frauenkörpern ... mit Tränen auf den Gesichtern. Oder in Ketten.“

und später:

„Dass es sich bei dem Opfer gar nicht um eine Prostituierte handelte und bei den Vergewaltigern nicht um zahlende Kunden, fiel niemandem weiter auf.“

Hierzu stelle ich fest: 

Ich habe auf dieser Veranstaltung von einem minderjährigen Mädchen berichtet, das während des Kosovokrieges in einem von Soldaten besuchten Bordell zwangsprostituiert wurde.

Ich habe keine der zitierten Formulierungen verwendet. Es wurden auch keinerlei Illustrationen oder Fotos gezeigt oder genutzt.

Berlin, den 3. Juni 2021

Inge Bell