Olaf Scholz weiß um die Macht der Worte. Manche hält er für so mächtig, dass er sie nicht einmal in den Mund nimmt. Nord Stream 2 zum Beispiel. Diesen Namen wollte er während seines Besuchs in den Vereinigten Staaten Anfang der Woche um keinen Preis aussprechen. Immer wieder wurde er bei einer Pressekonferenz mit dem amerikanischen Präsidenten von Journalisten gefragt, ob das Projekt beendet wird, sollte Wladimir Putin in der Ukraine einmarschieren. Immer wieder sprach Scholz daraufhin von einem „Bündel an Maßnahmen“, die dann „abgestimmt mit den Partnern“ umgesetzt würden. Einen „sehr hohen Preis“ müsste Russland in dem Falle zahlen. Joe Biden sagte einfach: Wenn Putin einmarschiert, wird Nord Stream 2 beendet. Hinter vorgehaltener Hand reden SPDler, die Scholz’ Schweigen in diesem Punkt für falsch halten, schon von der Voldemort-Pipeline oder Olafs N-Wort. Doch statt des N-Worts sagte der Bundeskanzler andere Sachen, die er in Deutschland noch nie gesagt hat – und auf Deutsch sicher nicht wiederholen würde.

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