Berlin - Nach 150 Minuten Vorprogramm wurde es plötzlich still. Denn die, auf die alle gewartet haben, trat auf die Bühne vor den Bundestag: Greta Thunberg, blassblauer Pullover, das Haar ausnahmsweise offen. Sie sprach mit einer eindringlichen, aber leisen Stimme, so dass man sie fast nicht hören konnte im Gejohle der Demonstrationsteilnehmer. Ein Fotograf auf der Presse-Tribüne schmiss mich die Treppe hinunter, um an meinen Platz zu kommen, stand dann breitbeinig auf dem Geländer und richtete sein Objektiv aus – auf ihren Hinterkopf, ihren schmalen Körper vor der wogenden Menge. Etwa 40.000 Menschen waren gekommen, so die Schätzung, um an dem ersten globalen Klimastreik seit dem Ende des Lockdown teilzunehmen. In der ganzen Welt und in über 500 deutschen Städten wurde heute demonstriert.

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