Berlin - Berlin ist eine Stadt, in der es getreu den Gesetzen einer echten Metropole diverse Codes gibt, was das äußere Erscheinungsbild anbelangt. So kleiden sich Berlinerinnen und Berliner in Charlottenburg und Wilmersdorf ganz anders als in Neukölln. Während im hippen Weserkiez ein Fila-Jogginganzug von 1984, gepaart mit Strickcardigan von Humana und einer Acne-Tote, genderunabhängig als todschick gilt, läuft man damit in Zehlendorf Gefahr, wegen Stadtstreicherei verhaftet zu werden. Denn dort regieren große Marken den Look, bei Männern wie Frauen. Und falls die Stücke aus Secondhand-Beständen stammen, dann sollte man ihnen das auf keinen Fall ansehen.

Im Berliner Nachtleben, vor allen Dingen an jenen Orten, die international immer als „fancy“ gelten (oder coronabedingt besser gesagt: galten), herrscht seit vielen Jahren die Nichtfarbe Schwarz vor. Als Verbeugung vor der Nacht, vor Berlins postindustrieller Anmutung im Allgemeinen und dem Club Berghain im Besonderen. Nun sind die Clubs geschlossen, und so könnten die Stil-Statements nicht abgeneigten Herren dieser Stadt auch modisch mal etwas wagen, was sich jenseits von Berghain-Black bewegt. Auftritt: Pastelltöne.

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