Berlin - Es gibt vermutlich keinen guten Zeitpunkt, um von der alltäglichen Kriegsberichterstattung zur journalistischen Tagesordnung überzugehen. Nur einen Tag nach Bekanntwerden mutmaßlicher russischer Kriegsverbrechen in Butscha, einem Ort nordwestlich von Kiew, ist aber auf jeden Fall der falsche. Frank Plasberg hat es am Montagabend dennoch versucht. Bei „Hart aber fair“ diskutierte er relativ anlasslos mit seinen Gästen „Die neue Arbeiter-Losigkeit: Warum gehen Deutschland die Fachkräfte aus?“; nur um gleich in der Anmoderation zu fragen, ob die Menschen aus der Ukraine eine mögliche Hilfe sein könnten. Ein kleines bisschen Krieg wollte der WDR also doch unterkriegen, wenn auch in besonders zynischer Weise. Zeit für die Antwort blieb im Laufe der Sendung dann aber irgendwie nicht mehr.

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