Tasya Vos (Andrea Riseborough) ist keine herkömmliche Kriminelle: Die knochenbleiche Attentäterin einer nicht näher benannten Geheimorganisation besetzt Körper und Geist anderer Menschen, um diese so zu Terroristen, lebenden Waffen zu machen. Vos ist ein Parasit und die Protagonistin in Brandon Cronenbergs „Possessor“, einem Cyber-Thriller, verortet in einer alternativen Gegenwart, der so kühl-versiert wie brutal mit einem Themen-Kanon spielt, der im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Computerisierung bereits in den vergangenen Jahren Stoff für mal bessere, mal schlechtere Sci-Fi-Thriller geliefert hat – von Kathryn Bigelows „Strange Days“ (1995) bis zur „Matrix“-Trilogie der Wachowski-Geschwister, die, so ist zu befürchten, Ende des Jahres in die vierte Runde gehen wird.

Brutaler Body-Horror

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