Berlin - Die Bewerbungen, die Robin Heinze (*) schrieb, lasen sich wie die Geschichte eines Mannes, der es geschafft hatte: Abitur mit 1,2, das Medizinstudium an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg mit „gut “ abgeschlossen. Promoviert und den Facharzt für Anästhesie gemacht. Als Mediziner bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation gearbeitet, Vorträge als Dozent an der Charité gehalten und Krankenschwestern und Pfleger ausgebildet, eineinhalb Jahre als Schiffsarzt auf Aida-Schiffen über die Weltmeere geschippert. An manchen Tagen behandelte er dort bis zu 15 Patienten – seekranke Menschen, Reisende mit Schmerzen in der Brust, Passiere mit Lungenentzündung und Kreislaufproblemen.

Sechs Jahre währte die Karriere von Heinze als Arzt. Er war angesehen, er war beliebt. Er koordinierte Transplantationen, arbeitete in Charlottenburg als Narkosearzt, nähte auf hoher See offene Wunden, legte Infusionen. Dr. med. Robin Heinze war ein Bilderbucharzt, ein Mediziner, dem die Patienten vertrauten und von dem sein Mentor bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation später vor Gericht sagen wird: „Er war der beste Arzt, den wir hatten.“

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