Berlin - Bei mir ist inzwischen eine gewisse Bestell-Müdigkeit eingetreten. Meine Lust, mich durch Bringdienst-Menüs zu scrollen, hält sich in Grenzen. Und mein Küchenschrank ist vollgestopft mit übriggebliebenen Styropor- und Aluboxen, Kartons aller Größen sowie Plastikschälchen, die ich nie im Leben mehr alle brauchen werden. Nicht nur Gastronomen, auch ich bin ungeduldig, wann der Startschuss fällt und wir – zumindest draußen – wieder bedient werden: mit Essen auf richtigen Tellern, von Profis serviert und angerichtet.

Bisweilen denke ich an früher, die Zeit vor der Pandemie. Nach Hause liefern lassen hatte für mich fast etwas Verwegenes. Einfach faul sein, die Welt ausschließen, Couch-Eskapismus, in Schlabberhose prokrastinieren und die Schönheit einer labbrigen Liefer-Pizza anerkennen. Wer weiß? Vielleicht wird es einmal wieder so weit sein. Ich für meinen Teil habe meine Couch jedoch erst mal satt und will ausgehen.

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