Berlin - Das Sprechen mit Eli Kappo ist kompliziert, das fängt mit der Anrede an. Sie sagt, sie ziehe eine „neutrale Anrede“ vor. Passend wäre dann zum Beispiel: „Guten Tag.“ Kappo verwendet das Pronomen „sie“, deswegen könne sie auch damit leben, „Frau Kappo“ genannt zu werden. Sie sagt über sich selbst: „Ich bin eine Frau, und auch ein Mann, etwas dazwischen, zwischen den Geschlechtern, also auch etwas zwischen ‚Frau Kappo‘ und ‚Guten Tag‘“.

Diese 28 Jahre alte Frau hat eine Reise hinter sich, die sich die meisten von uns noch nicht einmal vorstellen können. Aus der estnischen Hauptstadt Tallinn kam Eli als Kleinkind in einen Vorort von Hamburg, wuchs dort als Mädchen auf, wurde zum Mann und ist heute wieder eine Frau. Detransition, also die Rückkehr von ihrer Transition, wird von vielen als Tabu behandelt. Selbst innerhalb der trans Szene sprechen nur selten Menschen darüber. Das hat auch damit zu tun, dass es dann schnell um ein Scheitern geht, um Reue oder Fehler.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.