Berlin - Am 7. Januar 2021 trifft Andreas Krennmair die schwierigste Entscheidung seines Lebens. Das Atmen fällt ihm schwer, der 38-Jährige hat sich mit Corona infiziert und liegt mit einer Lungenembolie im Virchow-Klinikum in Wedding. Die Ärzte haben ihm die Wahl gegeben: Entweder er nimmt ein Medikament, das die Embolie sofort auflöst. „Aber“, sagt die Ärztin, „es besteht ein hohes Risiko für Blutungen, auch Hirnblutungen, Sie könnten ins Koma fallen oder Behinderungen davontragen. Das muss ich Ihnen ganz klar sagen.“

Die Alternative: weiter Blutverdünnung mit Heparin, was aber nur Schlimmeres verhindert und es dem Körper überlässt, das Gerinsel aufzulösen. Das wird dauern. Und es gibt keine Garantie, dass es hilft. „Das ist eine existenzielle Frage“, sagt Krennmair und lacht kurz dabei. Oder schluchzt er?

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