Berlin/Posio - Die Bilder aus Posio strahlen eine beruhigende Energie aus. Die unberührten Fichten- und Kiefernwälder, die im Sommer kristallklaren Seen, die im Winter schneebedeckten Wiesen könnten direkt von einer Postkarte aus dieser kleinen Region im Süden des finnischen Lapplands stammen. Es ist vielleicht kein Wunder, dass die Zahl der internationalen Besucher sich in dem Jahrzehnt vor der Corona-Pandemie verdoppelt hat, von 800.000 im Jahr 2010 auf 1,6 Million bis 2019.

Doch hinter diesen zauberhaften Landschaften stecken empfindsame Ökosysteme, die besonders anfällig für Schäden durch den Tourismus sind. Überweidung, vor allem durch Rentiere, die auch Teil der Symbolik der Region und eine wichtige Touristenattraktion sind, kann die bodennahe Vegetation schädigen, die sich aufgrund des lokalen Polarklimas oft nur langsam erholt. Übermäßiges Holzfällen und der Bau von neuen Ferienwohnungen an besonders gefährdeten Orten stellen eine Gefahr für die Artenvielfalt dar. Wenn solche Unterkünfte stattdessen in der Nähe der vielen Seen der Region gebaut werden, steigt wiederum das Risiko der Wasserverschmutzung – vor allem, wenn die Seen flach sind, was in Lappland häufig der Fall ist.

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