Berlin - Die jüngste Debatte zu der Frage, wer Jude sei, ist ad personam geführt worden. Die Wucht, mit der konservative Juden wie Maxim Biller, Mirna Funk, Josef Schuster und Michael Wolfssohn auf Max Czollek geschossen haben, hätten beide meine Großmütter schnell kommentiert: eine Schande vor der Goyim. Doch abseits des Persönlichen gibt es Fragen, die philosophische Überlegungen verdienen. Seit Jahrtausenden diskutieren Juden über die Frage: Sind wir ein Volk oder eine Religionsgemeinschaft? Erstaunlich an der jetzigen Debatte ist die Abwesenheit jeder Anerkennung, wie kompliziert die Sache ist. Immerhin ist es gerade die Fluidität des Begriffs, die immer wieder den Antisemitismus füttert, entlang der Frage: Was sind das für unheimliche Leute, die weder ein Volk sind noch eine Religionsgemeinschaft, aber irgendwie beides?

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