Berlin - Wieder ein Samstagabend und immer noch Lockdown. Simon klingelt an einer Wohnungstür in Wedding. Gleich wird er an einem Cocktail nippen, zu elektronischer Musik tanzen, sich in einen rauschartigen Zustand versetzen. Vielleicht wird er ein gutes Gespräch führen. Vielleicht wird er später Sex haben. Simon, 23 Jahre alt, dunkelblonde Haare, will auf all die Verlockungen und Verführungen des Nachtlebens nicht verzichten. Corona? Trotzdem.

Doch als Simon die kleine Wohnung betritt, ist selbst er überrascht: 15 Leute auf 35 Quadratmetern. „Darauf war ich nicht eingestellt“, sagt er im Rückblick. Er bleibt trotzdem. Lässt sich hineinziehen. Leistet keinen Widerstand. Eine Party ist die beste Möglichkeit, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen. So sieht Simon das. Er ist Krankenpfleger. Auf einer Corona-Intensivstation. Die Pandemie? Will er vergessen.

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