Berlin - Im Zuge der Pandemie haben sich viele Menschen auf die einfachen Dinge im Leben besonnen. Oft höre ich nun aus meinem Freundeskreis das sämige Loblied auf das eigene Heim: Ach, wie schön’s doch sei, man bleibe einfach zuhause, wo ein Spieleabend das Glück perfekt macht. Das ist mein absoluter Alptraum, so tief in die Hygge-Hölle werde ich niemals hinabsteigen. Ständig wird nun irgendwo was eingekocht und aufgebraut, Limonaden werden angerührt und Kefirkulturen gehegt. Auf mich wirkt das wie ein Rückfall in die Fünfziger. Dazu ist in vielen mir bekannten Haushalten eine Form der Überdimensionierung eingetreten: Waschmaschinen mit 15 Programmen für 4000 Euro oder Home-Entertainment-Anlagen im Wert einer Mittelklasselimousine sind keine Seltenheit mehr.

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