Berlin - Neulich habe ich an einer Stadtführung teilgenommen und wieder etwas über Kapitalismus gelernt. Das war in Bamberg, wir waren etwa zehn Leute einer Hochzeitsgesellschaft. Zwei Stunden lang folgten wir unserer Touristenführerin durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster und Brücken, vorbei an Kirchen und Brauhäusern, mit Klapperschuhen und Bier to go. Die Führung war toll. Das sagten wir unserer Guide auch beim Abschied und strahlten sehr freundlich dabei. Mehr nicht. Als ich noch einmal zu meiner Handtasche griff, bildete ich mir ein, dass die Frau kurz erwartungsvoll hinblickte. Dann gingen wir alle auseinander. Niemand hat ihr Trinkgeld gegeben, auch ich nicht.

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Am 7./8. August 2021 im Blatt: 
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